Die Fledermaus

Die Fledermaus

oder Fest bei Orlofsky

„Jeder macht mit jedem rum, und alle landen im Knast, aber nicht deshalb.“
Wolfgang Körner, der einzig wahre Opernführer

Neufassung der klassischen Operette
nach dem Libretto von Karl Haffner
und Richard Genée und der Musik
von Johann Strauß Sohn

Buch und Regie: Alexander Kuchinka
Arrangement und musikalische Leitung: Martin-Jacques Garand

Das frivole Verwirrspiel um einen unverbesserlichen Partytiger, der – statt eine mehrtätige Bagatell-Arreststrafe anzutreten – kurzentschlossen eine Ballnacht einschiebt und dabei seine eigene Frau ausgerechnet mit seiner eigenen Frau zu betrügen versucht, vereint auf unerreichte Weise französischen Esprit mit Wiener Charme und darf seit bald 140 Jahren unangefochten als „Königin der Operetten“ gelten.

Wie der viel besungene Champagner aus einer frisch entkorkten Flasche, schäumen die mitreißenden Melodien geradezu über und bilden ganz von selbst eine All-time-Operetten-Hitparade, der sich niemand entziehen kann, dem Lebensfreude und geschmackvoller Alkoholgenuss keine Fremdwörter sind.
Die Handlung steckt voller vergnüglicher Situationen und kommt gänzlich ohne jene süßlichen Klischees aus, die man heute gemeinhin mit Operette verbindet: Das einzige Liebespaar, um das es geht, ist von Anfang an verheiratet, und die Titel gebende Fledermaus ist nicht mehr als der Vorwand für heitere, wenn nicht gar angeheiterte, erotisch unterspickte Feierlaune.

Alexander Kuchinka setzt als Autor und Regisseur auf eben diese unschlagbaren Stärken des Werks und nutzt den Rahmen eines Festes beim Fürsten Orlofsky für die festlichunterhaltsame Partystimmung. In geballter Form und mit minimalen szenischen Mitteln bringt ein ausgesuchtes, komödiantisch bestens eingestimmtes Sängerensemble die beschwipste Ausgelassenheit ebenso zur optimalen Geltung wie die zahlreichen Strauß-Ohrwürmer, die der musikalische Leiter Martin-Jacques Garand effektvoll für kleine Besetzung neu arrangiert hat.

Stoßt an, stoßt an!
Und dies kann auch für das Publikum gelten, denn der Ablauf ist so konzipiert, dass man quasi mit einem Glas Sekt in der Hand am Fest des Fürsten Orlofsky teilnehmen kann.

Auch als Gala-Diner möglich!

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