Dearest Sister – Liebste Schwester

Dearest Sister
Originalbriefe der Königinnen Maria Stuart & Elisabeth I.

Die wahre Geschichte über das Verhältnis von Maria Stuart und Elisabeth I. an Hand ihrer persönlichen Briefe,  dargestellt von den Vollblutschauspielerinnen Petra Fahrnländer und Elisabeth-Joe Harriet.  Durch die Geschichte führt Helmut Schwarzbach.

Wegen der gemeinsamen Abstammung von König Heinrich VII. hat Maria immer wieder versucht, als englische Thronerbin anerkannt zu werden. Aus Furcht um ihr Leben hat Elisabeth diesen Anspruch nie anerkennen wollen. Marias Briefe an Elisabeth sind ein beredtes Zeugnis ihrer politischen Probleme, aber auch ihrer Sehnsüchte und enttäuschten Hoffnungen.

MARIA STUART  (1542 – 1587)

Königin von Schottland seit dem 6. Tag ihres Lebens, weil ihr Vater Jakob V. kurz nach ihrer Geburt stirbt. Von ihrer Mutter wird sie katholisch erzogen. Durch Heirat mit 16 Jahren wird sie Königin von Frankreich. Mit 18 Witwe und Rückkehr nach  Schottland.
Mit  22  Jahren  Ehe mit ihrem Cousin Henri Darnley. Geburt ihres Sohnes Jakob. Ermordung von Henri Darnley.
Mit 24 Jahren dritte Ehe mit Graf Bothwell. Kurz darauf: Gefangennahme Marias durch schottische protestantische Adelige. Erzwungene Abdankung. Ihr minderjähriger Sohn wird König unter dem Namen Jakob VI.
Mit 25 Jahren flieht Maria aus der schottischen Gefangenschaft nach England. Ihre Hoffnung auf Beistand von Elisabeth erfüllt sich nicht. Fast zwanzig Jahre lang lebt sie auf englischen Schlössern als Gefangene der Königin. Katholische englische Adelige versuchen, Elisabeth zu stürzen und die katholische Maria Stuart auf den englischen Thron zu setzen. Aber alle katholischen Umsturzversuche misslingen.
Im Alter von 45 Jahren wird Maria Stuart im Schloss Fotheringhay hingerichtet.

ELISABETH  I.  (1533 – 1603)

Ihr Vater Heinrich VIII. hatte ihre Mutter Anna von Boleyn zwar geheiratet, war aber damals noch nicht von seiner ersten Frau geschieden. Daher haben Katholiken seine zweite Ehe nicht anerkannt. Außerdem hatte ihr Vater Heinrich VIII. sie für unehelich erklärt, nachdem er ihre Mutter hinrichten ließ. Uneheliche Kinder durften den Thron nicht besteigen. Erst drei Jahre vor seinem Tod ließ Heinrich VIII. sie für ehelich erklären und in die Thronfolge einreihen.
Elisabeth wurde protestantisch im Sinne der anglikanischen  Kirche erzogen. Unter der Regierung ihrer Halbschwester, Königin Mary I., wurde der Katholizismus wieder Staatsreligion. Nach außen hin gibt sich Elisabeth nun katholisch. Mit 21 Jahren wird sie von Mary I. im Tower eingekerkert, weil sie Kontakt zu protestantischen Rebellen hat. Nach Mary‘s Tod wird Elisabeth 25jährig zur englischen Königin ausgerufen. Unter ihrer Regierung wird England wieder protestantisch. Sie regiert mit Hilfe ihres Ministers William Cecil, Lord Burleigh, und später mit Unterstützung ihres Polizeiministers Walsingham. Ihrem Jugendfreund Robert Dudley, Lord Leicester, bleibt sie ihr Leben lang treu, schreckt aber davor zurück, ihn zu heiraten. Auch alle anderen Bewerber hält sie zuerst hin und lehnt sie schließlich ab. Im Alter von fast 70 Jahren stirbt sie kinderlos. Ihr folgt Maria Stuarts Sohn Jakob VI. (Jakob I. von England).

Wegen der gemeinsamen Abstammung von König Heinrich VII. hat Maria immer wieder versucht, als englische Thronerbin anerkannt zu werden. Aus Furcht um ihr Leben hat Elisabeth diesen Anspruch nie anerkennen wollen. Marias Briefe an Elisabeth sind ein beredtes Zeugnis ihrer politischen Probleme, aber auch ihrer Sehnsüchte und enttäuschten Hoffnungen.

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